label m    Werkstatt für Jugendkultur e.V.

Unser Selbstverständnis


Das Konzept von label m basiert auf der Verschränkung von zwei
Arbeitsbereichen:
Kunst und Soziale Arbeit.

 

Einerseits: die Entwicklung und Umsetzung von jeweils angemessenen (altersspezifisch, geschlechter-spezifisch, gruppenspezifisch) künstlerisch-kreativen Angeboten, die das Potenzial, gerade auch stark benachteiligter Jugendlicher, fördert, und im Ergebnis sichtbar macht. Hierbei stehen die Selbsterfahrung und die Integration in den kulturellen Kontext im Vordergrund.

Andererseits: stellt dieses Schaffen eine Grundlage dar, in deren Rahmen sich uns Zugänge öffnen um sozialpädagogisch die Probleme von Einzelnen und Gruppen zu thematisieren und unterstützend einzugreifen. Dies gelingt im längerfristigen Aufbau von Beziehungen

In dieser Doppelstrategie erheben wir hohe Ansprüche an beide Bereiche, und in ihrer Verknüpfung sehen wir die optimale Chance Lebenswege zu fördern. Identität und Identifikation: Die Selbstfindung und das Verhältnis zur Lebensumwelt, hierbei möchten wir jeden Einzelnen unterstützen.

 

Das Team label m fand sich im Sommer 2009 zusammen, in Folge eines Beteiligungsprojekts für Jugendliche im Saarbrücker Stadtteil Malstatt. Die Erfahrung offenbarte den Bedarf an Jugendkulturarbeit vor Ort und animierte uns weitere Projekte zu initiieren. Im Herbst 2009 starteten wir mit dem Pilotprojekt „Raum schaffen“, finanziert von „Stärken vor Ort“, einem Förderprogramm des Bundesministeriums f. Familie,F.S.J. aus Mitteln des ESF. Wir mieteten kurzfristig ein leer stehendes 170 qm Ladenlokal im Herzen des Stadtteils, das gemeinsam mit Jugendlichen eingerichtet wurde, und machten dort Angebote mit einem Team von 8 professionellen Künstlern und Pädagogen.

 

Durch den überwältigenden Erfolg sahen wir uns aufgefordert, uns für den Erhalt dieses Projektraums zu engagieren, stellten weitere Projektanträge und entwickelten Kooperationen.

Seit Juni 2010 ist das Stadtteilbüro Malstatt Mitmieter des Raums, weitere Projekte nutzen ihn mit.

 

Unsere Angebote werden von zahlreichen Jugendlichen genutzt, der Anteil der Mädchen ist mittlerweile deutlich gestiegen, insgesamt haben nahezu 100% einen Migrationshintergrund, der überwiegende Teil aus stark benachteiligten Verhältnissen, einige leben mit ungeklärtem Status in Deutschland oder haben Jahre im Auffanglager hinter sich.

 

Das Gründungsteam ist inzwischen ein Verein geworden und plant, eine kontinuierliche Jugendkulturarbeit mit intensiver sozialer Betreuung durch fachspezifisch erfahrenes Personal zu leisten. Die Kombination aus offenen Angeboten und Workshops hat sich bewährt und soll verstärkt fortgesetzt werden. Hierzu werden weiterhin kompetente Honorarkräfte in die Projekte integriert.

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